Rezepte für ein sattes Miteinander – Ernährungsarmut und das Recht auf Nahrung in Berlin

Wie können Städte sicherstellen, dass alle Menschen Zugang zu gesunder, nachhaltiger und ausreichender Nahrung haben? Die neue Broschüre Rezepte für ein sattes Miteinander, die im Rahmen des europäischen FoodCLIC-Projekts entstanden ist, nimmt das Recht auf Nahrung als Ausgangspunkt und übersetzt es in konkrete kommunale Handlungsmöglichkeiten.

Gemeinsam mit dem Ernährungsrat Berlin und weiteren Partner*innen haben wir an der Broschüre mitgewirkt. Ein besonderer Fokus liegt auf Ernährungsarmut in Berlin: Diese ist nicht allein eine Frage des Einkommens. Auch die Verfügbarkeit und Erreichbarkeit gesunder Lebensmittel, Wohnkosten, Mobilität, Gesundheit und soziale Teilhabe prägen, ob Menschen sich angemessen ernähren können.

Die Broschüre zeigt zugleich, dass Kommunen Handlungsspielräume haben – etwa bei der Gemeinschaftsverpflegung, öffentlichen Beschaffung, Stadt- und Sozialraumplanung oder der Gestaltung lokaler Ernährungsstrukturen. Für Berlin wird dabei deutlich: Es gibt bereits wichtige Ansätze, doch Ernährungsarmut braucht eine stärker koordinierte und verbindliche politische Bearbeitung.

Unser Fazit: Das Recht auf Nahrung darf nicht als individuelle Verantwortung verstanden werden. Es ist eine Frage sozialer Gerechtigkeit und öffentlicher Daseinsvorsorge – und damit auch eine kommunale Aufgabe.

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